Stosswellentherapie

War früher die Stoßwellenbehandlung vor allem bei der Nierensteinzertrümmerung bekannt, werden seit Anfang der 90er Jahre die Stoßwellen zunehmend zur medizinischen Behandlung von nicht heilenden Knochenbrüchen, Verkalkungen und knochennahen Weichteilschmerzen angewendet.

Das Stoßwellengerät erzeugt auf piezoelektrischem Weg außerhalb des Körpers (extrakorporal) Schallwellen hoher Energie. Die Schallwellen werden über ein Wasserkissen an den Körper angekoppelt, indem der Schallkopf über das Behandlungsgebiet gebracht wird. Vorher wird mittels einer Sonografieuntersuchung (Ultraschall mit Bildgebung) das Behandlungsgebiet eingestellt. Der Patient fühlt die kurzen Impulse und unterstützt den Arzt, die Stoßwellen an den Ort der höchsten Schmerzempfindung zu dirigieren.

Die ambulant durchgeführte patientenfreundliche Behandlung ist nebenwirkungsarm und dauert 15–25 Minuten. Der Patient ist weiterhin arbeits- und sportfähig. Die Behandlung erfolgt im 1- bis 2-wöchentlichem Abstand, der Behandlungserfolg stellt sich nach 4–6 Wochen ein.

Sehr gute Erfolge hat man bei der Behandlung von Kalkschultern (Tendinosis calcarea des Schultergelenkes) und auch beim Fersensporn. Gute Erfolge lassen sich beim „Tennisellenbogen“ (Epicondylitis humeri radiales) und beim Patellaspitzensyndrom besonders in Kombination mit der Akupunktur erzielen.

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Aktualisiert am: 24.02.2012